Koselau erinnert sich an eine 700 Jahre zählende Vergangenheit.
1956 veränderte sich das Großherzoglich Oldenburgische Gut Koselau zu dem heutigen Dorf und zählt jetzt 200 Einwohner.
Hintergrund der Aufsiedlung ist die 1949 mit der SPD - Mehrheit beschlossene Agrarreform.
So entstanden hier nachdem, dem eigentlichen Gutshof 300 ha verblieb 22 Vollerwerbsstellen zwischen 22 bis 26 Hektar. Hinzu kamen fünf Landarbeitersiedlungen mit etwas 0,25 Hektar.
Ein Drittel dieser Siedlungsstellen wurde an Schleswig-Holsteiner vergeben. Acht Neusiedler stammen aus Ostpreußen, sechs aus Pommern, und zwei aus dem Memelland.
Die Infrastruktur und Logistik schaffte die Siedlungsgesellschaft.
Auch der damalige Pächter des Gutshofs, der spätere Bürgermeister der Gemeinde Riepsdorf, 1774 bis 1998 Hermann von Zitzewitz war selbst Heimatvertriebener, und so war ein gütliches Miteinander aller in Koselau vorprogrammiert.
Hermann Reimer, Vorsitzender des Heimatbundes war 1956 erst 20 Jahre alt, wie er auf der Festveranstaltung am Freitagabend, den 15. September im Gasthaus" Mittelpunkt zur Welt " auführte, war tiefbewegt, nach zwölf Jahren Heimat- und Hoffnungslosigkeit wieder eignen Boden unter den Füßen gehabt zu haben.
Wir waren dankbar und haben in die Hände gespuckt, so Reimers.
Und das spürt man heute noch und drückt sich in dem guten Miteinander aus.