Die Gemeinde Riepsdorf ist im Amt Lensahn angekommen. In der ersten gemeinsamen Amtsausschusssitzung im " Mittelpunkt zur Welt " in Riepsdorf zogen bereits alle an einem Strang und fassten auch einstimmige Beschlüsse.
Diesen " Strang " holte der Riepsdorfer Bürgermeister Heinz Duvenbeck am Ende der Sitzung aus der Tasche und forderte seine sechs Amtskollegen zum symbolischen Strang ziehen auf - natürlich in eine Richtung.
Das um die Gemeinde Riepsdorf vergrößerte Amt soll sich bald auch im Amtswappen bemerkbar machen. Sobald das Landesarchiv zugestimmt hat, werden statt bisher sechs sechsstrahlige sieben siebstrahlige Sterne erscheinen. " Sehr ungewöhnlich und nur aus Australien bekannt ", spannte Gerhard Bedei aus Harmsdorf den Bogen über Kontinente. Amtsvorsteher Klaus Winter will sich auf sieben Strahlen nicht ausruhen und wäre froh, wenn noch mehr " Strahlen " hinzu kämen.
Zurzeit hat der Lensahner Amtsausschuss 19 Mitglieder. Daran soll auch bis zum Ablauf der aktuellen Wahlzeit der Gemeindevertretung nicht gerüttelt werden. Künftig aber wird der Amtsausschuss Lensahn auf 13 verkleinert werden, da das Zweite Verwaltungsstrukturgesetz die Entsendung eines weiteren Mitglieds - neben dem Bürgermeister - erst ab einer Einwohnerzahl von 1000 Bürgern vorsieht. Nach der Kommunalwahl 2008 werden Beschendorf, Damlos, Harmsdorf, Kabelhorst und Manhagen durch den Bürgermeister, Riepsdorf mit 1036 Einwohnern zusätzlich zum Bürgermeister mit einem weiteren Mitglied vertreten sein. Lensahn mit über 5000 Einwohnern wird dann mit dem Bürgermeister und fünf weiteren Mitgliedern im Amtsausschuss vertreten sein.
Ein Geschenk machte der Amtsausschuss an diesem Abend im Mittelpunkt der Welt den amtsangehörigen Gemeinden: Er senkte die Amtsumlage, Nachdem bereits im Herbst des vergangenen Jahres eine Senkung auf 25,75 Prozent erfolgt war, konnte die Amtsumlage in diesem Jahr sogar auf 25 Prozent reduziert werden. Mit 87 Euro pro Einwohner im Amt Lensahn arbeitet die Verwaltung damit sehr kostengünstig. Den Gemeinden, so der Amtsvorsteher Klaus Winter, werde dadurch mehr Spielraum für notwendige Investitionen gelassen.